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"Wir wollen Inklusion ins Bewusstsein bringen" - "Behindern ist heilbar" - Kampagnenauftakt zur UN-Behindertenrechtskonvention

Sozial.de vom 11.10.2011

Die Bundesregierung hat die Dachkampagne zur Umsetzung der  UN-Behindertenrechtskonvention gestartet. "Inklusion als zentraler  Gedanke der UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Thema, das die  gesamte Gesellschaft angeht", sagte die Bundesministerin für Arbeit und  Soziales, Ursula von der Leyen. "Mit dieser Kampagne wollen wir  Inklusion - das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und  ohne Behinderung -  ins Bewusstsein aller Menschen in Deutschland  bringen. Zugleich kommen wir damit einer unserer internationalen  Verpflichtungen im Rahmen der UN-Behindertenrechtskonvention nach, die  in Deutschland verbindlich ist. Es freut mich besonders, dass wir bei  der Erarbeitung der Kampagne auch auf den wertvollen Rat der Verbände  von Menschen mit Behinderungen zählen konnten. Ich wünsche mir, dass wir  damit noch mehr Mitstreiter gewinnen, die sich in ihren jeweiligen  Lebensbereichen für Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Konvention stark  machen, behindernde Strukturen abschaffen und Inklusion einfach leben."   

  • Die UN-Behindertenrechtskonvention  verpflichtet alle Vertragsstaaten zur "dauerhaften Durchführung  wirksamer Kampagnen zur Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit", um  so zu mehr Aufgeschlossenheit gegenüber den Rechten von Menschen mit  Behinderung beizutragen (Art. 8).
  • Der Claim  der Dachkampagne - "Behindern ist heilbar" - spiegelt den Leitgedanken  einer inklusiven Gesellschaft wider. Behindernde Strukturen und  behinderndes Verhalten sind heilbar - durch Inklusion.
  • Die  Dachkampagne ist langfristig angelegt und greift jedes Jahr zwei  Schwerpunktthemen auf (2011: "Barrierefreiheit" und "Arbeit"). Die  Motive werden ab Oktober in Nachrichtenmagazinen und  Publikumszeitschriften geschaltet und auf Großflächenplakaten,  Megapostern und City-Light-Postern gezeigt. Außerdem gibt es  Unterstützermotive, in die Behindertenverbände ihr eigenes Logo und  eigene Inhalte ergänzen können. Das gemeinsam mit dem Ausschuss zur  Entwicklung und Umsetzung des Nationalen Aktionsplans entwickelte Motto "Einfach machen. Gemeinsam die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen" ist dabei immer sichtbar.
  • Für  die Entwicklung und Umsetzung der Kampagne setzt der Bund in 2011 rund  1,8 Millionen Euro ein. Die Fortsetzung in den kommenden Jahren soll in  vergleichbarem Umfang erfolgen.

Die Kampagne ist ein Schwerpunkt des Nationalen  Aktionsplans, den die Bundesregierung im Juni dieses Jahres zur  Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgelegt hat. Er umfasst  rund 200 Einzelmaßnahmen und soll in den kommenden zehn Jahren  systematisch weiterentwickelt werden. Auch in Ländern und Kommunen gibt  es bereits eine Vielzahl von Aktionsplänen bzw. sind Aktionspläne in  Vorbereitung.

Zweiter Umsetzungsschwerpunkt im Herbst ist der Start der "Initiative Inklusion"(Gesamtvolumen: 100 Millionen Euro aus dem Ausgleichsfonds), die zur  Verbesserung der Perspektiven behinderter Menschen auf dem allgemeinen  Arbeitsmarkt beitragen soll.

Ministerin von der Leyen hat am 4. Oktober die Schwerbehindertenvertretungen der DAX-30-Unternehmen  getroffen, um sich über den Stand der Inklusion in den jeweiligen  Unternehmen, die Initiative Inklusion und die Kampagne zur UN-Konvention  auszutauschen.

Informationen zum Nationalen Aktionsplan und zur Kampagne sind im Internet unter www.behindern-ist-heilbar.de abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 04.10.2011 http://www.bmas.de

 

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